“Aber bevor ich mit Anna sprechen, muss ich zuerst an alles denken.” sagte Alphons Clenin. “Also mein Bruder war verantwortlich auf die Verhaftung der Clarissa Schmidt während ihrer und Milans Hochzeit. Clarissa’s Schwester, Anna, die die Frau meines Bruders Anton war, erschoss Anton weil er Clarissa verratet hat. Und auch, es ist total wahnsinnig, dass ich andere Gedanken hören kann! Früher hat Milan alles laut und klar gesprochen - es war nicht in seinem Kopf. Daran bin ich sicher. Und es ist so laut hier im Cafe weil die Leute so laut sprechen - ich höre ihre Gedanken gar nicht!”
“Willst du ‘was bestellen?” fragte der Kellner.
“Ein Kaffee bitte.” antwortete Clenin.
“Ich muss herausfinden, warum Milan zu mir gelogen hat. Warum brachte er mich nach Berlin? Warum will er mir töten? Er hat mir nie die Schuld für Clarissas Verhaftung gegeben! Mein Bruder hat die Verantwortung dafür, nicht ich. Und was ist mit dem Ulrich Schmied passiert? War das Milan im neuen schwarzen Auto draussen bei der blauen Mercedes?”
Der Kellner kommt mit dem Kaffee zurück.
“Danke, Herr Ober” sagte Clenin.
Sah der Kellner verdächtig aus? War Clenin nur paranoid? Warum schauen die Leute im Cafe auf ihn? Schauen sie wirklich auf ihn?
“Ich kann hier nicht bleiben. Milan wird mich finden und ich muss Anna finden. Aber wo ist Anna? Diese hässliche Hündin! Sie hat meinen Bruder erschossen - ihr eigenen Mann erschossen! Sie hat weggerannt und niemand hatte sie wieder gesehen. Und jetzt? Jetzt brauche ich sie, weil sie Haare auf den Zähnen hat.” rief er aus.
“Entschuldigen Sie!” Clenin dreht sich sehr schnell um, bevor er draussen gehen konnte. Es war der Kellner.
“Du hast etwas bekommen! Eine Ansichtskarte.” sagte der Kellner.
Eine Ansichtskarte? Von wem? Wer wird ihm eine Ansichtskarte schicken? Wie konnten sie wissen, wo er jetzt steht?
“Ach...danke Herr Kellner.” erwiderte er zögert.
Er las was auf der Ansichtskarte steht: Ich habe sie früher gesehen, Alphons. Warum sind sie hier in Berlin? Wir haben uns in einer längeren Zeit nicht gesehen. Wir sind in die Bredouille gekommen. Wir müssen uns sofort treffen. -A.S.
Fortsetzung folgt...
die Ansichtskarte: postcard
hat mir nie die Schuld...gegeben: never blamed me
verdächtig: suspicious
Sie hat Haare auf den Zähnen: she has all the answers
ausrufen: to exclaim
erwidern: to reply
in die Bredouille gekommen: to be in (real) trouble
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